Gesprächsleitfaden für eingehende Anrufe: Generator für Ihren Betrieb

Branche, Anliegen und Pflichtfragen wählen, Leitfaden drucken. Mit Notfallweg und Notizfeldern. Kostenlos, ohne Anmeldung, alles bleibt in Ihrem Browser.

1
Ihr Betrieb
2
Häufigste Anliegen
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Pflichtfragen bei jedem Anruf
4
Weiterleitung und Ton
Tonfall der Begrüßung

Gesprächsleitfaden für eingehende Anrufe: [Firmenname]

Branche: Allgemein (anderer Betrieb). Als Arbeitshilfe, bitte vor dem Einsatz an Ihre Abläufe anpassen.

1. Begrüßung

„[Firmenname], guten Tag, mein Name ist ______. Wie kann ich Ihnen helfen?“

Innerhalb von drei Klingeln abnehmen, Namen deutlich nennen, langsam sprechen, lächeln. Bei Rückfragen den Namen des Anrufers sofort notieren und im Gespräch verwenden.

2. Anliegen klären

Zuerst offen fragen, dann gezielt nachfragen:

  • „Worum geht es?“ (Anrufer ausreden lassen, nicht unterbrechen)
  • Anliegen in eigenen Worten wiederholen: „Habe ich richtig verstanden, dass …?“
  • Anliegen einer der folgenden Gruppen zuordnen, dann die passenden Fragen stellen.

3. Pflichtfragen bei jedem Anruf

  • Vollständiger Name
  • Rückrufnummer (zur Sicherheit wiederholen)
  • Bereits Kunde oder Patient?
  • Wie dringend ist es?

4. Fragen je Anliegen

Allgemeine Auskunft
  • Worum geht es?
  • Rückrufnummer, falls nicht sofort klärbar?
Termin vereinbaren
  • Wofür?
  • Wunschtage und -zeiten?
  • Name und Rückrufnummer?
Angebot, Preisanfrage
  • Welche Leistung oder welches Produkt?
  • Menge, Zeitraum?
  • Rückrufnummer?
Reklamation
  • Auftrags- oder Rechnungsnummer?
  • Was ist das Problem?
  • Rückruf durch die Leitung.

5. Notfall: sofort handeln

  • Auslöser: Verletzte oder Lebensgefahr; Brand, Gasgeruch, Einsturzgefahr.
  • Bei Lebensgefahr sofort 112, bei Straftaten 110.
  • Sonstige Notfälle: Notfallnummer des Betriebs nennen.

6. Abschluss und Zusammenfassung

  • Alles Wichtige wiederholen: Name, Rückrufnummer, Anliegen, nächster Schritt.
  • Konkret sagen, was jetzt passiert und bis wann: „Frau/Herr ____ ruft Sie bis ____ zurück.“ Nur zusagen, was der Betrieb auch hält.
  • Fragen: „Gibt es noch etwas, womit ich Ihnen helfen kann?“
  • Verabschieden: „Vielen Dank für Ihren Anruf. Auf Wiederhören.“
  • Notiz sofort nach dem Gespräch ausfüllen, nicht erst am Abend.

7. Gesprächsnotiz

Datum und Uhrzeit
Name des Anrufers
Rückrufnummer
Anliegen in Stichworten
Dringlichkeit
Vereinbart / weitergegeben an
Rückruf bis
Bearbeitet von
Der Leitfaden muss nicht in der Schublade bleiben

Den Leitfaden kann Telofy direkt übernehmen: Pflichtfragen und Regeln stellen Sie im Portal ein, Telofy hält sich bei jedem Anruf daran und schickt Ihnen den fertigen Vorgang.

Mit Ihrem Betrieb testen

Warum ein Leitfaden am Telefon hilft

Das Telefon ist die Visitenkarte jedes Betriebs, und es wird oft von dem beantwortet, der gerade Zeit hat. Ein Leitfaden sorgt dafür, dass jeder Anruf gleich gut läuft, egal wer abnimmt.

  • Neue Kräfte werden schneller sicher. Wer am ersten Tag nicht weiß, welche Fragen zu stellen sind, fragt entweder zu wenig oder wirkt unsicher. Ein Leitfaden gibt die Fragen vor.
  • Vertretung funktioniert. Bei Urlaub, Krankheit und Mittagspause springt jemand ein, der den Betrieb nicht jeden Tag am Telefon vertritt. Der Leitfaden hält fest, was sonst im Kopf der Stammkraft steckt.
  • Die Qualität bleibt gleich. Jeder Anrufer wird nach denselben Pflichtfragen gefragt. Es fehlen weniger Rückrufnummern, und weniger Anliegen müssen noch einmal erfragt werden.
  • Notfälle werden nicht übersehen. Im Stress vergisst man, was bei Gasgeruch oder Brustschmerz zu sagen ist. Der Notfallweg steht im Leitfaden, nicht im Gedächtnis.

Wie der Leitfaden aufgebaut ist

Der erzeugte Leitfaden folgt dem Ablauf eines Gesprächs, in dieser Reihenfolge:

  1. Begrüßung. Firma, Name, Angebot zu helfen. Kurz und freundlich, in einem Satz.
  2. Anliegen klären. Erst offen fragen, dann wiederholen, was Sie verstanden haben, dann einer Gruppe zuordnen.
  3. Pflichtfragen. Was Sie in jedem Gespräch brauchen: Name, Rückrufnummer, Dringlichkeit.
  4. Fragen je Anliegen. Jedes Anliegen hat eigene Nachfragen, die den Rückruf oder Termin vorbereiten.
  5. Notfall. Stichworte, bei denen sofort gehandelt wird, mit dem richtigen Weg: 112, Bereitschaftsdienst oder betrieblicher Notfallkontakt.
  6. Abschluss. Alles wiederholen, nächsten Schritt mit Zeitangabe nennen, Notiz ausfüllen.

Zum Notfallweg

Der Notruf 112 gilt bei Lebensgefahr. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Patienten mit dringenden, nicht lebensbedrohlichen Beschwerden den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Für Zahnärzte ist das der falsche Weg, dort gibt es zahnärztliche Notdienste der Region. Praxispersonal stellt am Telefon keine Diagnosen und gibt keine Behandlungsempfehlungen. Es ordnet die Dringlichkeit nach den Vorgaben der Praxis ein und bindet Ärztin oder Arzt ein. In Handwerk und Hausverwaltung steht bei Gasgeruch die Sicherheit an erster Stelle: Fenster öffnen, keine Schalter bedienen, das Haus verlassen und 112 sowie den Entstörungsdienst des Gasversorgers rufen. Die Hinweise im Generator sind allgemeine Vorgaben. Ihre betriebliche Notfallregelung ersetzen sie nicht.

Beispiele aus der Praxis

BrancheTypische PflichtfrageWozu sie dient
ArztpraxisNeuer Patient oder schon in Behandlung?Terminlänge und Anlage der Akte
Sanitär und HeizungBesteht Gefahr, tritt Wasser oder Gas aus?Entscheidet, ob es ein Notfall ist
Kfz-WerkstattKennzeichen und Marke, ist das Fahrzeug fahrbereit?Teile und Abschleppdienst planen
KanzleiAktenzeichen, gibt es eine Frist?Fristen werden nicht übersehen
RestaurantDatum, Uhrzeit, Personenzahl, Allergien?Platz- und Küchenplanung
HausverwaltungAdresse, Wohnung, seit wann?Schaden richtig zuordnen

So führen Sie den Leitfaden ein

Drucken Sie ihn aus und legen Sie ihn neben jedes Telefon. Gehen Sie ihn mit jeder neuen Kraft am ersten Tag einmal in einem gespielten Anruf durch. Passen Sie ihn nach zwei, drei Wochen an: Welche Frage fehlte, welche wurde nie gestellt? Dafür hat jede Branche im Generator mehrere Anliegen zur Auswahl, die Sie an- und abwählen können.

Dieser Generator ist für Betriebe gedacht, aber auch für Kammern und Beratungen, die Mitgliedern eine neutrale Vorlage geben möchten. Er läuft vollständig im Browser, Eingaben werden weder gesendet noch gespeichert.

Wenn der Leitfaden nicht mehr in Papier gelebt werden soll

Den Leitfaden kann Telofy direkt übernehmen: Pflichtfragen und Regeln stellen Sie im Portal ein, und Telofy hält sich bei jedem Anruf daran. Wann ein Anruf an einen Menschen weitergeleitet wird, legen Sie dort ebenfalls fest, etwa außerhalb der Öffnungszeiten oder auf Wunsch des Anrufers. Wie Sie Anrufe dafür umleiten, zeigt das Werkzeug Rufumleitung einrichten. Für die Zeit, in der niemand abnimmt, hilft der Ansagetext-Generator. Wie gut Ihr Betrieb heute erreichbar ist, zeigt der Erreichbarkeits-Check.

Häufige Fragen zum Gesprächsleitfaden.

Wie lang darf ein Gesprächsleitfaden sein?

Eine Seite genügt. Ein Leitfaden wird am Telefon nicht gelesen, sondern nachgeschlagen. Er muss deshalb auf einen Blick zeigen, was als Nächstes zu tun ist. Alles, was länger ist, gehört in eine Arbeitsanweisung, nicht in den Leitfaden.

Darf Praxispersonal am Telefon Beschwerden einschätzen?

Nein, keine Diagnose und keine Therapieempfehlung. Das Personal darf nach Beschwerden und Dauer fragen und die Dringlichkeit nach den Vorgaben der Praxis einordnen. Die medizinische Entscheidung trifft die Ärztin, der Arzt oder die Therapeutin. Der Leitfaden hält das für Praxisbranchen ausdrücklich fest.

Wann gilt die 116 117, wann die 112?

Bei Lebensgefahr gilt die 112 (Rettungsdienst). Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie unter 116 117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden. Für Zahnärzte gilt das nicht: Dort gibt es regionale zahnärztliche Notdienste, die über die Landeszahnärztekammer oder die Praxisansage zu erfahren sind.

Wie bringe ich neue Kräfte dazu, den Leitfaden zu nutzen?

Legen Sie ihn gedruckt neben jedes Telefon und gehen Sie ihn mit jeder neuen Kraft am ersten Tag einmal gemeinsam durch, am besten mit einem gespielten Anruf. Passen Sie ihn danach nach den ersten Wochen an, denn die Kraft merkt als Erste, welche Frage fehlt.

Was ist der Unterschied zum Ansagetext?

Der Ansagetext ist das, was Anrufer hören, wenn niemand abnimmt. Der Leitfaden ist das, was Ihre Mitarbeitenden tun, wenn jemand abnimmt. Für die Ansage nutzen Sie den Ansagetext-Generator.

Muss ich wegen des Datenschutzes etwas beachten?

Fragen Sie nur ab, was Sie für das Anliegen brauchen, und notieren Sie nicht mehr als nötig. Bei Praxen, Kanzleien und Steuerberatungen gilt zusätzlich die Verschwiegenheit: keine Auskünfte an Dritte. Das Notizblatt gehört nach der Bearbeitung in den Vorgang oder in den Aktenvernichter, nicht auf den Schreibtisch.

Hören Sie ihn, bevor Sie sich entscheiden.

Ein Klick, kein Formular, keine Anmeldung.