Rufumleitung für Bereitschaft und Notdienst einrichten

Die Bereitschaftsnummer soll klingeln, wenn es brennt, und nicht bei jeder Preisfrage um drei Uhr nachts.

Für die Bereitschaft richten Sie die Rufumleitung entweder dauerhaft ein (**21*Zielnummer#), nur für Anrufe, die Sie nicht annehmen (**61*Zielnummer# und **67*Zielnummer#), oder über eine Stelle, die die Uhrzeit kennt: Fritzbox, Telefonanlage oder ein Empfang mit hinterlegten Zeiten. Dieser Text zeigt, welche Variante zu welchem Dienst passt, was der Wechsel der Bereitschaft bedeutet und wie sich die Zahl unnötiger Nachtanrufe verringern lässt.

Was Bereitschaft am Telefon bedeutet

Bei einer Rufbereitschaft wählt die Person ihren Aufenthaltsort selbst, solange sie erreichbar ist und in einer vorher festgelegten Zeit reagieren kann (so beschreibt es etwa der Unternehmerlexikon-Eintrag von Lexware). Für das Telefon heißt das: Die Nummer des Betriebs muss zu der Person führen, die gerade Dienst hat. Wechselt der Dienst am Montag, muss auch die Umleitung am Montag wechseln. Das ist die eigentliche Schwierigkeit, nicht der Code.

Variante 1: Immer umleiten

Mit **21*Zielnummer# leiten Sie alle Anrufe auf die Bereitschaftsnummer um. Ausschalten mit ##21#, prüfen mit *#21#. Sinnvoll ist das für Zeiten, in denen niemand im Betrieb ist: Wochenenden, Feiertage, Betriebsferien. Der Nachteil liegt auf der Hand: Jeder Anruf klingelt bei der Bereitschaft, auch die Frage nach dem Angebot vom Vormittag. Und das Ausschalten wird vergessen, siehe Rufumleitung ausschalten.

Variante 2: Nach Uhrzeit

Handy-Codes kennen keine Uhrzeit. Eine zeitgesteuerte Umleitung gibt es in der Fritzbox (Zeitplan je Wochentag), in vielen Telefonanlagen (Tag- und Nachtschaltung) oder beim Empfang, der selbst prüft, wie spät es ist. Die Anleitung: Rufumleitung nach Uhrzeit. Für Bereitschaft ist das der saubere Weg, weil sich niemand abends an einen Code erinnern muss.

Variante 3: Nur wenn besetzt oder keine Antwort

Wer tagsüber selbst am Telefon sitzt und nur die Lücken abdecken will, nimmt die bedingten Umleitungen:

BedingungEinschaltenAusschalten
Besetzt**67*Zielnummer###67#
Keine Antwort**61*Zielnummer###61#
Keine Antwort nach 20 Sekunden**61*Zielnummer**20###61#
Nicht erreichbar**62*Zielnummer###62#

Alle Umleitungen löscht ##002#, nur die bedingten ##004#. Mehr dazu: Rufumleitung bei besetzt oder nicht erreichbar und Klingelzeit einstellen. Bei Festnetzanschlüssen heißen die Bedingungen je nach Anbieter „sofort“, „bei besetzt“ und „nach 25 oder 30 Sekunden“, die Wege beschreiben Telekom, Vodafone und o2.

Welche Variante für welchen Dienst

DienstPassende Variante
Heizungsbetrieb mit WochenbereitschaftZeitsteuerung oder Empfang mit Stichwortregel, Diensthandy mit fester Nummer
Hausverwaltung mit Havarie-NummerNachts und am Wochenende umleiten, tagsüber normal
Schlüsseldienst, AbschleppdienstDauerhaft erreichbar, Vorfilter für Adresse und Lage
Pflegedienst mit RufbereitschaftBedingte Umleitung bei besetzt und keine Antwort
Tierarztpraxis mit NotdienstringAnsage mit Verweis, Nachricht für den Morgen

Rotation der Bereitschaft

Wechselt die Bereitschaft wöchentlich oder täglich, gibt es drei praktische Wege:

  1. Eine feste Bereitschaftsnummer. Ein Diensthandy, das von Hand zu Hand wandert. Die Umleitung bleibt gleich, nur das Gerät wechselt. Das ist die einfachste Lösung und für viele kleine Betriebe die beste.
  2. Umleitung jede Woche neu. Wer die Zielnummer ändert, schaltet erst mit ##21# aus und dann mit dem neuen Code ein. Der Zettel am Kalender mit Wochentag und Nummer verhindert Fehler.
  3. Telefonanlage mit Gruppen. Anlagen können Rufgruppen bilden und Mitglieder wechseln. Die Bedienung hängt vom Hersteller ab.

Bei Telofy tragen Sie je Regel eine Zielnummer ein. Wechselt die Bereitschaft, ändern Sie diese Nummer. Einen automatischen Dienstplan und ein Durchklingeln mehrerer Nummern gibt es dort nicht. Die Regel leitet an eine Rufnummer weiter.

Was die Umleitung kostet

Vodafone schreibt in seinem Ratgeber, die Rufumleitung im Mobilfunk sei normalerweise kostenlos, Kosten entstünden eher bei Zielen im Ausland. Bei Festnetzanschlüssen wird die Verbindung zur Zielnummer wie ein Gespräch von Ihrem Anschluss zu dieser Nummer berechnet, bei o2 greift eine Telefon-Flatrate für Umleitungen in der Regel nicht. Die Einzelheiten stehen in Rufumleitung Festnetz auf Handy: Wer zahlt?. Konkrete Preise stehen in Ihrer Preisliste.

Vor dem ersten Dienst prüfen

Rufen Sie die Betriebsnummer von einem dritten Telefon an, und zwar so, wie es ein Kunde tut: nachts, am Wochenende, während die Bereitschaft telefoniert. Fragen Sie die Umleitung mit *#21#, *#61#, *#62# und *#67# ab und notieren Sie das Ergebnis. Legen Sie fest, wer die Umleitung am Dienstende zurücknimmt. Ohne diese Zuständigkeit klingelt noch Wochen später das Handy des Vorgängers.

Wenn zu viele unnötige Anrufe durchkommen

Das eigentliche Problem der Bereitschaft ist selten die Technik, sondern die Menge. Wer nachts wegen einer Terminfrage geweckt wird, ist am nächsten Tag weniger belastbar. Ein Empfang, der vorfiltert, hilft hier. Der Gedanke: Jeder Anruf wird angenommen, das Anliegen wird aufgenommen, und nur der Notfall klingelt bei der Bereitschaft.

Bei Telofy legen Sie dafür Anrufregeln an. Bedingungen sind unter anderem „außerhalb der Öffnungszeiten“, „wenn der Anrufer einen Menschen verlangt“ und Stichwörter, bis zu vier Wörter je Regel, etwa „Wasser“ oder „Rohrbruch“. Die Aktion einer Regel ist: Telofy antwortet, leitet an eine Rufnummer weiter oder nimmt eine Nachricht auf. Alles, was keine Regel auslöst, wird als Vorgang aufgenommen und liegt am Morgen im Portal, mit E-Mail oder Telegram-Nachricht. Kommt die Weiterleitung nicht zustande, bleibt Telofy am Apparat und nimmt eine Nachricht für den Rückruf auf.

Wichtig: Telofy beurteilt nicht, ob etwas ein Notfall ist, sondern folgt Ihren Regeln. Gasgeruch, Brand oder eine Gefahr für Leib und Leben gehören an den Notruf 112. Wie das für Betriebe mit Bereitschaft aussieht, zeigt Notdienst und Bereitschaft.

Kosten von Telofy für die Bereitschaft

Starter kostet 89 Euro im Monat, ist monatlich kündbar und enthält 800 Gesprächsminuten. Bei jährlicher Zahlung sind es 79 Euro im Monat. Die Regeln nach Stichwort und Uhrzeit sind in allen Tarifen enthalten. Die Umleitung auf Telofy richten Sie wie oben beschrieben bei Ihrem Anbieter ein, die Nummer zeigt Ihnen das Portal (Eigene Nummer behalten).

Häufige Fragen dazu.

Wie leite ich mein Telefon an die Bereitschaftsnummer um?

Im Mobilfunk mit `**21*Zielnummer#` für alle Anrufe oder `**61*Zielnummer#` und `**67*Zielnummer#` für nicht angenommene und besetzte Anrufe. Bei Festnetz im Kundenportal oder in der Fritzbox.

Kann ich die Umleitung nur nachts einschalten?

Nicht per Handy-Code, denn der kennt keine Uhrzeit. Dafür brauchen Sie Fritzbox, Telefonanlage oder einen Empfang mit hinterlegten Zeiten.

Wie wechsle ich die Bereitschaft?

Entweder wandert ein Diensthandy mit fester Nummer von Hand zu Hand, oder Sie ändern die Zielnummer der Umleitung. Bei Telofy ändern Sie die Nummer der Regel.

Kostet die Rufumleitung etwas?

Im Mobilfunk meist nicht, bei Festnetz wird die Strecke zur Zielnummer wie ein Gespräch berechnet. Preise stehen in Ihrer Preisliste.

Kann ein KI-Assistent die Bereitschaft vorfiltern?

Ja. Er nimmt jeden Anruf an und leitet nach Ihren Regeln, etwa bei bestimmten Stichwörtern, an die Bereitschaftsnummer weiter. Alles andere wird als Nachricht aufgenommen.

Was ist, wenn die Bereitschaft nicht abnimmt?

Kommt die Weiterleitung nicht zustande, bleibt Telofy am Apparat. Vor dem Gespräch spricht es normal weiter, mitten im Gespräch nimmt es eine Nachricht für den Rückruf auf.

Hören Sie ihn, bevor Sie sich entscheiden.

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