Rufumleitung erst nach 20 Sekunden: Klingelzeit einstellen

Ein Code, eine Zahl hinter der Zielnummer, und Ihr Telefon bekommt genau so lange Zeit zum Klingeln, wie Sie möchten.

Die Klingelzeit stellen Sie mit dem Code **61*Zielnummer**20# ein: Die Zahl am Ende sind die Sekunden, nach denen ein unbeantworteter Anruf umgeleitet wird. Mobilfunkanbieter nennen Werte von 5 bis 30 Sekunden in Fünferschritten. Bei Festnetzanschlüssen stellen Sie die Zeit im Kundenportal oder Router ein.

Wofür die Klingelzeit gut ist

Eine „Rufumleitung bei Nichtannahme“ greift erst, wenn Sie nicht rangehen. Bis dahin klingelt Ihr Telefon. Die Klingelzeit entscheidet, wie viel Gelegenheit Sie haben, den Anruf selbst anzunehmen. Ist sie zu kurz, wird jeder Anruf umgeleitet, bevor Sie die Hand am Telefon haben. Ist sie zu lang, legt der Anrufer vorher auf oder Ihre Mailbox schnappt sich den Anruf (dazu unten mehr).

Als Faustregel gilt: Ein Klingelzeichen dauert rund fünf Sekunden. Zwanzig Sekunden entsprechen also etwa vier Klingeltönen. Wer das Handy meist in der Hand hat, kommt mit 15 Sekunden aus. Wer erst vom Werkstattwagen zum Telefon laufen muss, wählt 25 oder 30.

So stellen Sie die Zeit am Handy ein

  1. Öffnen Sie die Telefon-App und rufen Sie die Wähltastatur auf.
  2. Tippen Sie den Code in dieser Form ein: **61*+4952112345678**20#. Statt der Beispielnummer setzen Sie Ihre Zielnummer im internationalen Format ein, also +49 statt der ersten Null.
  3. Die Zahl nach den beiden Sternen am Ende ist die Wartezeit in Sekunden. Erlaubt sind laut Vodafone und o2 Werte zwischen 5 und 30, gewählt wird in Schritten von fünf.
  4. Drücken Sie auf Anrufen. Nach wenigen Sekunden erscheint eine Bestätigung des Netzes.
  5. Prüfen Sie den Stand mit *#61#. Das Handy zeigt die hinterlegte Zielnummer und die Wartezeit an.
  6. Zum Ausschalten genügt ##61#.

Der Code ist Teil des GSM-Standards. Ihr Betriebssystem spielt keine Rolle, er funktioniert in der Wähltastatur von iPhone und Android gleichermaßen. Alternativ finden Sie die Umleitung in den Telefoneinstellungen. Ob dort die Wartezeit einstellbar ist, hängt von Gerät und Anbieter ab.

Der häufigste Fehler: Die Mailbox ist schneller

Hat Ihr Anschluss eine Mailbox, kann diese den Anruf nach einer festen Zeit annehmen. Ist Ihre Umleitungszeit länger als die Zeit, nach der die Mailbox anspringt, kommt der Anruf nie bei der Zielnummer an, denn die Mailbox hat ihn schon. Wählen Sie die Wartezeit deshalb kürzer als die Mailbox-Zeit oder schalten Sie die Mailbox ab. Wie lange Ihre Mailbox wartet, steht in deren Einstellungen oder beim Anbieter.

Und beim Festnetz?

Bei Festnetzanschlüssen hängt es vom Anbieter ab. Die Telekom bietet im Telefoniecenter laut ihrer Hilfeseite die Auswahl „nach 25 Sekunden“, „bei besetzt“ oder „sofort“ an. Bei Vodafone Kabel nennt die Hilfe „nach 30 Sekunden“. In der Fritzbox stellen Sie die Art der Umleitung selbst ein. Welche Optionen Ihr Modell bietet, steht in der AVM-Hilfe. Anleitungen: Rufumleitung bei der Telekom, bei Vodafone, in der Fritzbox.

Welche Zeit ist die richtige?

SituationEmpfehlung
Handy liegt meist griffbereit10 bis 15 Sekunden
Büro oder Praxis mit Empfang15 bis 20 Sekunden
Werkstatt, Baustelle, Außendienst25 bis 30 Sekunden
Mailbox springt früh anKürzer als die Mailbox-Zeit

Testen Sie die Einstellung mit einem zweiten Telefon: Rufen Sie sich an, lassen Sie es klingeln und stoppen Sie die Zeit. Rechnen Sie ein bis zwei Sekunden für den Aufbau der Verbindung dazu.

Umleiten auf Telofy statt auf das Handy

Eine Umleitung nach 20 Sekunden ist die klassische Einstellung für alle, die selbst rangehen möchten und nur im Notfall jemanden dahinter brauchen. Statt auf das Handy oder die Mailbox leiten Sie dann auf Telofy um. Nehmen Sie den Anruf an, ändert sich nichts. Bleiben Sie dran vorbei, übernimmt Ihr KI-Empfang, bucht Termine über cal.com oder legt eine Vormerkung an und schickt Ihnen den Vorgang aufs Handy. Starter kostet 89 Euro im Monat (79 Euro bei jährlicher Zahlung), ist monatlich kündbar und enthält 800 Gesprächsminuten. Zum Anhören: Tragen Sie Ihre Website auf telofy.de ein, kurz darauf ruft Sie Ihr eigener KI-Empfang an. Die Einrichtung mit Ihrer vorhandenen Nummer beschreibt Eigene Nummer behalten.

Das Werkzeug für alle Codes finden Sie unter Rufumleitung einrichten.

Häufige Fragen dazu.

Wie lange klingelt das Handy bei Rufumleitung?

Das stellen Sie selbst ein. Mit `**61*Zielnummer**20#` klingelt es 20 Sekunden, danach wird umgeleitet. Mobilfunkanbieter nennen Werte von 5 bis 30 Sekunden in Fünferschritten. Ohne Zeitangabe gilt eine Voreinstellung des Netzes.

Welcher Code schaltet die Zeitumleitung wieder aus?

`##61#` schaltet die Umleitung bei Nichtannahme aus. Mit `##002#` löschen Sie alle Umleitungen auf einmal.

Warum kommt mein Anruf trotzdem bei der Mailbox an?

Vermutlich springt die Mailbox früher an, als Ihre Umleitungszeit abläuft. Stellen Sie die Umleitungszeit kürzer ein als die Mailbox-Wartezeit oder schalten Sie die Mailbox ab.

Kann ich eine Zeit über 30 Sekunden einstellen?

Per GSM-Code im Mobilfunk nennen Vodafone und o2 als Grenze 30 Sekunden. Bei Festnetz-Anbietern und Telefonanlagen gelten eigene Auswahlmöglichkeiten.

Kostet die Zeitumleitung extra?

Die Umleitung selbst meist nicht. Kosten entstehen für die weitergeleitete Verbindung zur Zielnummer, je nach Tarif. Mehr dazu unter „Rufumleitung vom Festnetz aufs Handy: Wer zahlt, was kostet es?“.

Hören Sie ihn, bevor Sie sich entscheiden.

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