Abrechnung unter eigener Marke mit Stripe: Rechnung, Steuer und Auszahlung
Ihr Kunde zahlt an Sie, der Einkaufspreis geht automatisch ab, der Rest gehört Ihnen. Was dabei technisch passiert und was Sie einmal richtig einrichten müssen.
Unter eigener Marke rechnen Sie bei Telofy über Ihr eigenes Stripe-Konto ab: Die Rechnung an Ihren Kunden trägt Ihren Namen, bei jeder Zahlung behält Telofy automatisch den Einkaufspreis ein, und der Rest fließt Ihnen zu. Eine Gebühr für die Stripe-Anbindung gibt es nicht. Die Umsatzsteuer richten Sie in Ihrem eigenen Stripe-Konto ein, denn Sie stellen die Rechnung aus.
Viele White-Label-Angebote lösen die Abrechnung anders: Sie laden ein Guthaben beim Anbieter auf und kassieren bei Ihren Kunden auf eigenem Weg, oder die Anbindung eines Zahlungsdienstes kostet extra. Bei Telofy läuft das Geld vom ersten Kunden an direkt über Ihr Konto. Diese Seite erklärt den Weg im Einzelnen.
Der Geldweg in vier Schritten
- Ihr Kunde bucht einen Tarif oder eine Chat-Stufe zu dem Preis, den Sie festgelegt haben.
- Ihr Stripe-Konto belastet ihn. Auf Rechnung und Kontoauszug steht Ihr Name, nicht Telofy.
- Telofy behält seinen Anteil ein, und zwar je Rechnung: den Einkaufspreis des Tarifs oder der Chat-Stufe und den Einkaufssatz für Mehrminuten oder Mehrgespräche.
- Der Rest gehört Ihnen. Stripe zahlt ihn nach den Auszahlungseinstellungen Ihres Kontos auf Ihr Bankkonto aus.
Eine eigene Rechnung von Telofy an Sie über diesen Anteil gibt es nicht. Stattdessen sehen Sie im Partnerbereich jeden Monat eine Aufstellung: was Ihre Kunden gezahlt haben, was davon Telofy zustand, was erstattet oder zurückgebucht wurde und was Ihnen geblieben ist.
Ein Beispiel mit Zahlen
Sie verkaufen den Tarif Pro zu 329 € netto im Monat. Ihr Einkauf liegt 25 % unter dem Listenpreis von 279 €:
| Position | Betrag netto |
|---|---|
| Ihr Kunde zahlt | 329,00 € |
| Anteil Telofy (Einkaufspreis) | 209,25 € |
| Ihnen bleibt | 119,75 € |
Telefoniert Ihr Kunde über sein Kontingent hinaus, berechnen Sie ihm Mehrminuten zu Ihrem Preis; Telofy behält je Mehrminute 15 Cent ein. Beim Website-Chat gilt dieselbe Regel: Die Stufe Pro kaufen Sie 25 % unter dem Listenpreis von 139 € für 104,25 € ein. Verkaufen Sie sie zum Beispiel für 159 €, bleiben Ihnen 54,75 €; auch dieser Verkaufspreis ist eine Annahme.
Ihr Preis darf den Einkaufspreis nicht unterschreiten. Das ist keine Preisvorgabe, sondern Technik: Der Anteil wird von der Zahlung abgezogen, und das geht nur, wenn genug da ist. Das Portal prüft es beim Anlegen.
Umsatzsteuer: Ihre Rechnung, Ihre Steuer
Weil die Rechnung in Ihrem Namen ausgestellt wird, schulden Sie die Umsatzsteuer daraus. Deshalb richten Sie in Ihrem eigenen Stripe-Konto die Steuerberechnung ein und hinterlegen Ihre steuerliche Registrierung. Unterbleibt das, weist Ihre Rechnung keine Umsatzsteuer aus, und Sie schulden sie trotzdem. Telofy kann diese Einstellung nicht für Sie vornehmen, und Telofys eigene Registrierung gilt für Ihre Rechnungen nicht. Fragen zur steuerlichen Behandlung klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
Was Sie tragen
- Gebühren des Zahlungsdienstes für die Zahlungen Ihrer Kunden.
- Erstattungen und Rückbuchungen gegenüber Ihren Kunden in voller Höhe. Gewinnen Sie eine Rückbuchung, bekommen Sie den Betrag zurück.
Und was Sie nicht tragen: Zahlt ein Kunde nicht, schulden Sie Telofy für diesen Zeitraum nichts. Der Anteil hängt an der Zahlung, nicht an einer Forderung.
Ihre eigene Gebühr läuft getrennt
Die Monatsgebühr für die eigene Marke, 199 € zuzüglich Umsatzsteuer, zieht Telofy über den eigenen Zahlungsdienst ein, monatlich im Voraus, per Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Sie hat mit dem Geldweg Ihrer Kunden nichts zu tun. Auch Vorführungen unter Ihrer Marke, 10 Cent je angefangener Minute, werden mit dieser Gebühr abgerechnet.
Was Sie einmal einrichten
- Stripe-Konto verbinden im Partnerbereich. Erst wenn es Zahlungen zulässt, können sich Kunden auf Ihrer Adresse anmelden.
- Steuer einrichten im eigenen Stripe-Konto.
- Preise festlegen, Monatspreis und Mehrminutenpreis je Tarif. Ohne vollständigen Preis lässt sich ein Tarif nicht verkaufen.
- Rechtstexte hinterlegen, also Impressum, Vertragsbedingungen und Datenschutzerklärung. Vorlagen liegen bei.
Danach stellen Sie keine Rechnung mehr von Hand. Den Geldfluss als Schaubild sehen Sie auf der Partnerseite, Rechtliches unter KI-Software weiterverkaufen: Recht und DSGVO. Registrieren können Sie sich unter Partner werden.
Quellen
- Telofy: Partnerprogramm (abgerufen 04.11.2026)
- Telofy: Eigene Marke einrichten (abgerufen 04.11.2026)
Häufige Fragen dazu.
Wie funktioniert die Abrechnung beim White Label mit Stripe?
Ihr eigenes Stripe-Konto belastet Ihren Kunden, die Rechnung trägt Ihren Namen. Bei jeder Zahlung behält Telofy den Einkaufspreis ein, der Rest fließt Ihnen zu und wird von Stripe auf Ihr Bankkonto ausgezahlt.
Kostet die Stripe-Anbindung bei Telofy extra?
Nein. Für die Anbindung Ihres Stripe-Kontos verlangt Telofy nichts. Die Gebühren des Zahlungsdienstes für die Zahlungen Ihrer Kunden tragen laut Partnervereinbarung Sie.
Wer schuldet die Umsatzsteuer auf die Rechnung an meinen Kunden?
Sie, denn die Rechnung wird in Ihrem Namen ausgestellt. Sie richten die Steuerberechnung in Ihrem eigenen Stripe-Konto ein und hinterlegen dort Ihre steuerliche Registrierung.
Bekomme ich eine Rechnung von Telofy über den Einkaufspreis?
Nein. Der Anteil wird je Zahlung einbehalten. Im Partnerbereich sehen Sie jeden Monat eine Aufstellung über Zahlungen, Anteil, Erstattungen und das, was Ihnen geblieben ist.
Was passiert, wenn mein Kunde nicht zahlt?
Dann erhalten weder Sie noch Telofy Geld für diesen Zeitraum. Sie schulden Telofy für diesen Kunden nichts, weil der Anteil an der Zahlung hängt.
Hören Sie ihn, bevor Sie sich entscheiden.
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