KI-Agentur Preise: was Sie für KI-Telefonie verlangen können

Für Gründer, die schon wissen, was sie anbieten, und jetzt einen Preis brauchen: Modelle, Kalkulation mit Listenpreisen und die Fehler, die Margen kosten.

Wer KI-Telefonie an kleine Betriebe verkauft, verlangt meist eine einmalige Einrichtungsgebühr und eine monatliche Pauschale. Die Pauschale sollte unter den Kosten der Alternativen liegen, einer Teilzeitkraft oder eines Telefonservices, und über Ihrem Einkaufspreis plus Aufwand. Ob sich das rechnet, zeigt die Kalkulation unten. Ein Einkommen ist damit nicht garantiert.

Zahlen zum Einstieg

  • Laut Bitkom (September 2026) nennen 63 % der Unternehmen ohne KI unkalkulierbare Kosten als Hemmnis. Klare Monatspreise sind deshalb ein Verkaufsargument.
  • Laut KfW-Mittelstandspanel (Februar 2026) nutzen rund 780.000 Mittelständler KI.
  • Laut Eurostat (2024) haben 85,6 % der Betriebe in zwölf telefonintensiven Branchen weniger als 10 Beschäftigte.

Alle Zahlen mit Quellen · Marktabschätzung mit Quellen

Die vier Preismodelle im Überblick

Für KI-Dienstleistungen an Betriebe haben sich vier Bausteine durchgesetzt. Sie lassen sich kombinieren.

ModellSo sieht es ausStärkeSchwäche
Einrichtung einmaligFestpreis für Beruf, Stimme, Rufumleitung, TestBezahlt Ihre Arbeit sofortSchreckt ab, wenn sie zu hoch ist
MonatspauschaleEin Betrag je Monat inklusive Betrieb und SupportPlanbare Einnahmen, einfach zu erklärenNutzungsspitzen gehen auf Ihre Kosten
PaketeDrei Stufen nach Anrufmenge, etwa klein, mittel, großKunde wählt selbst, Aufpreis wirkt fairMehr Erklärung nötig
MinutenkontingentEnthaltene Minuten, darüber ein Preis je MinuteKosten und Preis wachsen gemeinsamRechnung schwankt, Kunde fürchtet Überraschungen

Für den Einstieg reicht ein Paket mit Monatspauschale plus einmaliger Einrichtung. Je weniger Posten auf dem Angebot stehen, desto leichter sagt ein Inhaber zu.

Was Ihre Kalkulation wissen muss

Ihr Preis hängt davon ab, welchen Weg Sie im Partnerprogramm gehen. Die Listenpreise von Telofy sind 89 € (Starter, 800 Minuten), 279 € (Pro, 2.600 Minuten) und 469 € (Business, 4.400 Minuten) im Monat bei monatlicher Zahlung. Jede Minute darüber kostet 15 Cent.

Weg A, Vermitteln. Sie legen keinen Preis fest. Der Kunde zahlt den Listenpreis an Telofy, Sie bekommen 20 % laufende Provision, ab zehn gleichzeitig zahlenden Kunden 25 %. Bei einem Pro-Kunden sind das 55,80 € beziehungsweise 69,75 € im Monat. Gerechnet wird auf die tatsächlich gezahlten Entgelte ohne Umsatzsteuer, ohne Einrichtungsgebühren.

Weg B, eigene Marke. Sie kaufen jeden Tarif 25 % unter Liste ein, zahlen 199 € im Monat Fixkosten und setzen Ihren Preis selbst. Er darf den Einkaufspreis nicht unterschreiten. Einkaufspreise: Starter 66,75 €, Pro 209,25 €, Business 351,75 €.

Rechenbeispiel Weg B

Angenommen, Sie verkaufen den Tarif Pro für 349 € im Monat. Dann bleiben je Kunde 139,75 € über dem Einkauf.

Pro-KundenMarge vor Fixkostennach 199 € Fixkosten
1139,75 €−59,25 €
3419,25 €220,25 €
5698,75 €499,75 €
101.397,50 €1.198,50 €

Das ist ein Beispiel mit Listenpreisen und einem frei gewählten Verkaufspreis, keine Prognose. Nicht eingerechnet sind Gebühren des Zahlungsdienstes, Rückbuchungen, Steuern und Ihre eigene Arbeitszeit. Mit anderen Zahlen rechnen Sie im Partner-Rechner. Die Einrichtungsgebühr bleibt unter Ihrer Marke zusätzlich ganz bei Ihnen.

Zum Vergleich Weg A bei zehn Pro-Kunden: 10 × 69,75 € = 697,50 € im Monat, ohne Fixkosten und ohne eigenen Aufwand für Rechnung und Vertrag. Weg B bringt je Kunde mehr, braucht aber mehr Kunden, damit die 199 € nicht auffressen, was bleibt. Der Wechsel je Kunde ist möglich, die Wahl fällt bei der Aktivierung.

Der Preisanker: was Betriebe sonst ausgeben

Ein Inhaber vergleicht Ihr Angebot nicht mit anderer Software, sondern mit dem, was er heute zahlt oder zahlen würde. Belegte Zahlen dazu stehen in zwei Ratgebern, die Sie selbst als Gesprächsgrundlage nutzen können:

  • Was kostet ein Telefonservice?: Je nach Anbieter rund 140 bis 280 € netto bei 100 Anrufen im Monat, bei 600 Anrufen rund 800 bis 1.000 €.
  • Eigene Telefonkraft einstellen: Ein Minijob kostet den Betrieb rund 791 € im Monat und deckt etwa zehn Stunden pro Woche ab, eine Teilzeitkraft mit 20 Wochenstunden rund 1.563 €.

Ein Pro-Paket für 349 € liegt deutlich darunter, deckt aber jede Stunde ab. Das ist ein stärkeres Argument als „günstiger als Software“. Prüfen Sie die Zahlen vor dem Gespräch dort noch einmal, die Quellen und Stichtage stehen auf den Seiten.

Fünf Preisfehler

  1. Zu billig starten. Wer unter 100 € bleibt, braucht viele Kunden und hat keinen Spielraum für Support. Kleine Betriebe misstrauen Preisen, die zu niedrig sind.
  2. Einrichtung verschenken. Sie richten Beruf, Stimme und Rufumleitung ein. Das ist Arbeit und gehört auf die Rechnung, auch wenn der Betrag klein ist.
  3. Unbegrenzte Minuten versprechen. Ihr Einkauf hat ein Kontingent und einen Preis je Überminute. Versprechen Sie nichts, was Ihr Einkauf nicht deckt.
  4. Preis unter Einkauf. Im Weg B lässt das Portal das ohnehin nicht zu, aber auch knapp darüber bleibt nach Fixkosten nichts.
  5. Nur Nutzen, keine Zahl. „Sie verpassen keine Anrufe mehr“ überzeugt, bis der Inhaber fragt, was das kostet. Rechnen Sie ihm vor: Wie viele Anrufe verpasst er, was ist ein Auftrag wert.

So gehen Sie vor

Beginnen Sie mit einem Paket und einer Einrichtung. Fragen Sie drei Betriebe, was sie heute für Telefon und Rückruf ausgeben. Setzen Sie Ihren Preis auf einen Wert knapp unter der günstigsten realen Alternative und über Ihren Kosten. Ändern können Sie ihn bei neuen Kunden jederzeit, bestehende Kunden behalten ihren Preis.

Nächster Schritt

Wer erst Preise testen will, startet im Weg A ohne Gebühr. Anmeldung: Partner werden. Die Anmeldung läuft per E-Mail-Code. Wie Sie danach die ersten Betriebe gewinnen, steht in Erste Kunden für Ihre KI-Agentur. Den Gesamtüberblick finden Sie im Leitfaden KI-Agentur gründen.

Quellen

  1. Telofy: Partnerprogramm (abgerufen 05.10.2026)
  2. Telofy: Telefonservice Kosten (abgerufen 05.10.2026)
  3. Telofy: Eigene Telefonkraft einstellen (abgerufen 05.10.2026)

Häufige Fragen dazu.

Was kostet eine KI-Dienstleistung für kleine Betriebe?

Das bestimmen Sie. Üblich sind eine einmalige Einrichtungsgebühr und eine Monatspauschale. Orientierung geben die Alternativen der Betriebe: Ein Minijob kostet rund 791 Euro im Monat, ein Telefonservice je nach Anrufmenge einige hundert Euro. Ihr Preis muss über Ihrem Einkauf plus Aufwand liegen.

Welche Preismodelle gibt es für eine KI-Agentur?

Einmalige Einrichtung, Monatspauschale, Pakete nach Anrufmenge und Minutenkontingente mit Preis je Zusatzminute. Für den Start genügt ein Paket mit Monatspauschale und einmaliger Einrichtung, weil es sich am leichtesten erklären lässt.

Wie kalkuliere ich unter eigener Marke?

Einkaufspreis ist der Listenpreis minus 25 Prozent, dazu kommen 199 Euro im Monat Fixkosten. Ihr Verkaufspreis abzüglich Einkauf ergibt die Marge je Kunde, von der Sie die Fixkosten abziehen. Der Preis darf den Einkauf nicht unterschreiten.

Was verdiene ich im Weg A pro Kunde?

20 Prozent der tatsächlich gezahlten Entgelte ohne Umsatzsteuer, ab zehn gleichzeitig zahlenden Kunden 25 Prozent. Bei einem Pro-Kunden mit Listenpreis 279 Euro sind das 55,80 Euro, ab dem zehnten Kunden 69,75 Euro im Monat. Ein Beispiel, keine Prognose.

Darf ich eine Einrichtungsgebühr berechnen?

Unter eigener Marke ja. Sie legen Höhe und Leistung selbst fest, sie bleibt bei Ihnen. Beim Vermitteln schließt der Kunde den Vertrag mit Telofy, dort fällt keine Einrichtungsgebühr für Sie an.

Kann ich Preise später ändern?

Für neue Kunden jederzeit. Für laufende Verträge gelten die Bedingungen, die Sie mit dem Kunden vereinbart haben. Bei Telofy bleibt der Einkaufspreis je Endkunde so, wie er am Tag der Aktivierung war.

Hören Sie ihn, bevor Sie sich entscheiden.

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