Rufumleitung vom Festnetz aufs Handy: Wer zahlt, was kostet es?
Der Anrufer zahlt wie immer. Die Strecke vom Festnetz zum Handy zahlen Sie.
Bei einer Rufumleitung zahlt der Anrufer nur die Verbindung bis zu Ihrer Nummer. Die Weiterleitung zur Zielnummer, etwa Ihrem Handy, berechnet Ihnen Ihr Anbieter, als hätten Sie selbst dorthin telefoniert. Ob das extra kostet, hängt von Ihrer Flatrate und der Zielnummer ab.
Das Prinzip: Zwei Verbindungen, zwei Zahler
Ein umgeleiteter Anruf besteht aus zwei Teilen. Erstens: Der Anrufer wählt Ihre Festnetznummer und zahlt, was ihn sein Tarif kostet. Zweitens: Ihr Anschluss baut eine zweite Verbindung zur Zielnummer auf. Diese zweite Verbindung geht auf Ihre Rechnung. o2 schreibt in seinem Ratgeber, Sie zahlten die Verbindung von Ihrem ersten Gerät zum Telefon, auf das Sie umleiten. AVM weist bei der Fritzbox darauf hin, dass für die Umleitung auf eine externe Rufnummer eine zweite, kostenpflichtige Verbindung aufgebaut wird.
Für den Anrufer ändert sich also nichts. Er erfährt nicht einmal, dass sein Anruf weitergeleitet wurde.
Was die Weiterleitung kosten kann
Die Kosten hängen an drei Dingen.
Die Zielnummer. Eine Umleitung auf eine Handynummer wird typischerweise wie ein Gespräch ins Mobilfunknetz abgerechnet, eine Umleitung auf eine Festnetznummer wie ein Festnetzgespräch. Eine Umleitung auf die eigene Mailbox ist bei einigen Anbietern kostenlos, so berichten es Ratgeber zu Vodafone, o2 und weiteren.
Ihre Flatrate. Eine Festnetz-Flatrate deckt oft nur Gespräche ins deutsche Festnetz ab. Zählt die Umleitung als Gespräch ins Mobilfunknetz, ist sie ohne Mobilfunk-Flatrate in Ihrem Festnetztarif häufig nicht enthalten. o2 hält im eigenen Ratgeber fest, dass eine Telefon-Flatrate für die Umleitung in der Regel nicht greift, abgerechnet wird minutengenau.
Die Art der Umleitung. Netzseitig eingerichtete Umleitungen (Anbieter-Portal, Tastencode) und Router-Umleitungen (Fritzbox) können unterschiedlich abgerechnet werden. Fragen Sie Ihren Anbieter, wie Ihre Umleitung gezählt wird.
Konkrete Cent-Beträge nennen wir hier bewusst nicht: Sie unterscheiden sich je Anbieter, Tarif und Vertragsstand und ändern sich, und Foren-Beträge sind oft Jahre alt. Verlässlich ist nur Ihre eigene Preisliste.
So finden Sie Ihren Preis in sechs Schritten
- Nehmen Sie Ihre aktuelle Preisliste oder das Preisinformationsblatt Ihres Tarifs. Anbieter stellen es im Kundenportal bereit.
- Suchen Sie nach den Stichworten „Rufumleitung“, „Anrufweiterleitung“ oder „Weiterleitung“.
- Prüfen Sie den Preis je Minute für die Zielart: Festnetz, Mobilfunk eigenes Netz, Mobilfunk fremdes Netz.
- Prüfen Sie, ob Ihre Flatrate Umleitungen ausdrücklich einschließt.
- Rechnen Sie mit einer Beispielmenge: Wie viele Anrufe wären es im Monat, wie lang dauert ein typischer Anruf?
- Bleibt etwas unklar, fragen Sie bei der Hotline nach „Kosten der Rufumleitung auf meine Zielnummer“ und notieren Sie die Antwort.
Was Sie tun können, um die Kosten klein zu halten
Leiten Sie nicht unnötig „immer“ um, sondern nur „bei Nichtannahme“ oder „bei besetzt“, dann fällt die zweite Verbindung nur für die Anrufe an, die Sie nicht selbst annehmen. Wählen Sie, wenn möglich, eine Zielnummer, die in Ihre Flatrate fällt. Und hören Sie auf, Anrufe zu verbinden, die nur eine Nachricht brauchen: Dort ist ein Empfang, der die Nachricht aufnimmt, günstiger als jede Minute am Handy. Die einzelnen Codes finden Sie im Werkzeug Rufumleitung einrichten.
Umleiten auf Telofy statt auf das Handy
Ein umgeleiteter Anruf, der bei Telofy ankommt, kostet Sie zwei Dinge: die Weiterleitungsstrecke bei Ihrem Telefonanbieter (siehe oben) und die Gesprächsminuten bei Telofy nach Ihrem Tarif. Dafür landet der Anruf nicht auf Ihrem Handy, während Sie auf der Baustelle oder am Patientenstuhl stehen, sondern bei einem Empfang, der ihn zu Ende führt und Ihnen eine fertige Nachricht schickt. Starter: 89 Euro im Monat, 79 Euro bei jährlicher Zahlung, 800 Minuten enthalten, jede weitere Minute 15 Cent. Hören Sie vorher, wie das klingt: Website auf telofy.de eintragen, kurz darauf ruft Ihr eigener KI-Empfang an. Mehr: Eigene Nummer behalten.
Quellen
- o2 Ratgeber: Rufumleitung bei Android (Kosten, Flatrate) (abgerufen Abruf 04.10.2026)
- AVM FRITZ!Box Hilfe: Neue Rufumleitung (zweite kostenpflichtige Verbindung) (abgerufen Abruf 04.10.2026)
- Vodafone: Rufumleitung bei Android einrichten (Kostenhinweis) (abgerufen Abruf 04.10.2026)
Häufige Fragen dazu.
Wer zahlt bei einer Rufumleitung auf das Handy?
Der Anrufer zahlt wie gewohnt bis zu Ihrer Nummer. Die Strecke von Ihrem Anschluss zur Zielnummer zahlen Sie, abgerechnet wie ein eigenes Gespräch dorthin.
Ist die Rufumleitung selbst kostenlos?
Das Einrichten kostet bei den geprüften Anbietern nichts. Die weitergeleitete Verbindung kann Kosten verursachen. Vodafone schreibt, die Umleitung sei normalerweise kostenlos, und rät zur Nachfrage beim Anbieter.
Deckt meine Flatrate die Umleitung ab?
Nicht automatisch. o2 hält fest, dass eine Telefon-Flatrate für Umleitungen in der Regel nicht greift. Prüfen Sie in der Preisliste, ob Umleitungen ausdrücklich enthalten sind.
Was kostet die Umleitung auf die Mailbox?
Bei einigen Anbietern nichts. Verlassen Sie sich nicht darauf, sondern lesen Sie es in Ihrer Preisliste nach.
Wie spare ich Kosten?
Leiten Sie nur bei Nichtannahme oder besetzt um, statt immer, und wählen Sie eine Zielnummer, die in Ihre Flatrate fällt.
Hören Sie ihn, bevor Sie sich entscheiden.
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