Anrufbeantworter besprechen: Anleitung für Handy, Fritzbox und Festnetz

So nehmen Sie Ihre Ansage auf, je nach Gerät. Dazu Tipps für eine saubere Aufnahme und Texte zum Aufsprechen.

Wie Sie den Anrufbeantworter besprechen, hängt davon ab, wo er läuft: in der Mailbox Ihres Handys, in der Fritzbox oder in der Sprachbox Ihres Festnetzanschlusses. Die Wege unterscheiden sich im Detail, der Ablauf ist aber überall gleich: Text vorbereiten, aufsprechen, anhören, gegebenenfalls neu aufnehmen. Diese Seite zeigt die drei Wege und was Sie bei der Aufnahme beachten sollten.

Zuerst: den Text vorbereiten

Schreiben Sie die Ansage auf, bevor Sie aufnehmen. Wer frei spricht, verhaspelt sich oder wird zu lang. Eine solide Ansage nennt den Namen der Firma, sagt, dass gerade niemand erreichbar ist, bittet um Name, Nummer und Anliegen und sagt, wann Sie zurückrufen. Etwa 20 Sekunden sind genug. Fertige Texte finden Sie unter Ansagetext für den Anrufbeantworter und Nachricht nach dem Signalton.

Ein Beispiel zum Aufsprechen:

Standard-Ansage (ca. 12 Sekunden)

Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Gerade ist niemand am Telefon. Bitte hinterlassen Sie nach dem Signalton Ihren Namen, Ihre Telefonnummer und Ihr Anliegen. Wir rufen Sie zurück.

Anrufbeantworter besprechen auf dem Handy (Mailbox)

Bei Mobilfunkanschlüssen läuft der Anrufbeantworter beim Netzbetreiber, als Mailbox. Sie erreichen sie über eine Kurzwahl von Ihrem eigenen Handy aus:

NetzKurzwahl der Mailbox
Telekom3311
Vodafone5500
o2333

Auf vielen Smartphones kommen Sie auch zur Mailbox, wenn Sie in der Telefon-App im Tastenfeld die Ziffer 1 gedrückt halten. Hören Sie dann die Ansage der Mailbox bis zum Ende an. Dort steht, mit welcher Ziffer Sie in die Einstellungen kommen, denn jeder Anbieter hat ein eigenes Menü. In einem Beispiel des Herstellers Samsung führt die 9 in die Einstellungen und die 1 zur persönlichen Begrüßung. Bei Ihrem Netz kann es eine andere Ziffer sein. Verlassen Sie sich deshalb auf die Ansagen im Menü, nicht auf Tastenfolgen aus dem Internet.

Wichtig bei o2: Hier gibt es zwei Arten von Ansagen. Bei der persönlichen Ansage hören Anrufer Ihren Text und können danach eine Nachricht hinterlassen. Bei der Abwesenheitsansage hören sie den Text, die Mailbox legt dann auf, und es ist keine Nachricht möglich. Die zweite eignet sich für den Urlaub, wenn Sie bewusst keine Nachrichten wollen.

Beim ersten Mal fragt die Mailbox oft nach einer PIN. Wenn Sie sie nicht kennen, hilft die Hilfeseite Ihres Anbieters.

Anrufbeantworter besprechen an der Fritzbox

Die Fritzbox hat einen eingebauten Anrufbeantworter. Es gibt zwei Wege.

Per Datei: Sie nehmen die Ansage mit dem Smartphone oder am Computer auf, zum Beispiel mit dem kostenlosen Programm Audacity, und speichern sie als MP3 oder WAV. Dann öffnen Sie im Browser die Oberfläche der Fritzbox, gehen auf „Telefonie“, dann „Anrufbeantworter“, öffnen die Einstellungen und wählen bei „Ansage ändern“ die Option „Eigene Ansage“. Die Datei laden Sie über „Durchsuchen“ hoch.

Per Telefon: Von einem angeschlossenen Telefon wählen Sie die interne Nummer des Anrufbeantworters. In einem Ratgeber von GIGA ist das *600. Im Sprachmenü wählen Sie „Ansagen aufnehmen“ (Taste 4), starten die Aufnahme mit Taste 8 und beenden sie mit Taste 1. Das ist unkomplizierter, klingt aber je nach Hörer schlechter als eine Datei.

Der Ratgeber stammt von 2017. Menünamen können sich in neueren Versionen des Fritzbox-Betriebssystems unterscheiden. Schlagen Sie im Zweifel in der Hilfe der Fritzbox nach.

Anrufbeantworter besprechen im Festnetz (Telekom Sprachbox)

Bei der Telekom heißt der Dienst Sprachbox. Laut der Hilfeseite der Telekom können Sie die Begrüßung individuell aufnehmen oder einen fertigen Ansagetext auswählen. Die genauen Schritte stehen in der Kurzbedienungsanleitung der Telekom zur SprachBox, die Sie auf telekom.de/hilfe unter Sprachbox herunterladen. Bei anderen Festnetzanbietern finden Sie die Anleitung in deren Hilfebereich unter „Anrufbeantworter“ oder „Sprachbox“.

Tipps für eine saubere Aufnahme

  • Ruhiger Raum. Keine Tastatur, kein Radio, keine Gespräche im Hintergrund. Ein Raum mit Teppich oder Vorhängen hallt weniger.
  • Abstand. Halten Sie das Mikrofon eine Handbreit vom Mund entfernt, seitlich leicht versetzt. Das vermeidet Zischlaute und Knackser.
  • Tempo. Sprechen Sie etwas langsamer als im Alltag und deutlich. Rufnummern in Zweiergruppen, mit kleinen Pausen.
  • Lächeln. Es klingt tatsächlich freundlicher.
  • Länge. 20 Sekunden sind genug. Mehr nur, wenn Sie eine Notdienstnummer nennen.
  • Anhören. Rufen Sie nach der Aufnahme Ihre eigene Nummer von einem anderen Telefon aus an und hören Sie die Ansage so, wie ein Anrufer sie hört.
  • Aktuell halten. Datum und Öffnungszeiten, die nicht mehr stimmen, verwirren Anrufer. Notieren Sie sich, wann die Ansage wieder geändert werden muss.

Textvarianten zum Aufsprechen

Kurz (ca. 7 Sekunden)

[Firmenname]. Wir sind gerade nicht erreichbar. Bitte sprechen Sie nach dem Signalton. Wir rufen zurück.

Mit Öffnungszeiten (ca. 12 Sekunden)

Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Sie erreichen uns montags bis freitags von [Uhrzeit] bis [Uhrzeit] Uhr. Bitte hinterlassen Sie nach dem Signalton Ihren Namen und Ihre Nummer.

Mit Mailhinweis (ca. 12 Sekunden)

Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. Gerade sind wir nicht am Apparat. Hinterlassen Sie uns eine Nachricht nach dem Signalton oder schreiben Sie an [E-Mail-Adresse]. Wir melden uns.

Wenn niemand mehr aufs Band sprechen soll

Ein Anrufbeantworter nimmt auf, aber er antwortet nicht. Wer Termine, Preise oder Öffnungszeiten erfragen will, bekommt vom Band keine Auskunft. Telofy ist eine Alternative: Telofy nimmt den Anruf an, beginnt mit einem Hinweis auf den KI-Assistenten, beantwortet Fragen aus dem Wissen, das Sie hinterlegt haben, und nimmt Nachrichten auf. Sie bekommen zu jedem Anruf eine E-Mail. Starter kostet 89 Euro netto im Monat und ist monatlich kündbar; bei jährlicher Zahlung sind es 79 Euro im Monat. Wie Sie Ihre Nummer dorthin umleiten, zeigt die Anleitung zur Rufumleitung. Mehr zur Technik: KI-Anrufbeantworter, Fritzbox mit KI.

Häufige Fragen dazu.

Wie komme ich an meine Handy-Mailbox, um die Ansage zu ändern?

Wählen Sie von Ihrem Handy die Kurzwahl Ihres Netzes: Telekom 3311, Vodafone 5500, o2 333. Hören Sie das Menü bis zum Ende an. Dort steht, mit welcher Ziffer Sie in die Einstellungen und zur persönlichen Ansage kommen.

Wie lang sollte meine Ansage sein?

Etwa 20 Sekunden. Das ist eine Faustregel aus der Praxis. Länger wird es nur, wenn Sie zum Beispiel eine Notdienstnummer nennen.

Kann ich die Ansage am Computer aufnehmen und hochladen?

Bei der Fritzbox ja: Sie speichern die Aufnahme als MP3 oder WAV und laden sie unter Telefonie, Anrufbeantworter hoch. Bei der Handy-Mailbox sprechen Sie die Ansage über das Telefon auf.

Was ist der Unterschied zwischen persönlicher Ansage und Abwesenheitsansage bei o2?

Bei der persönlichen Ansage können Anrufer danach eine Nachricht hinterlassen. Bei der Abwesenheitsansage legt die Mailbox nach dem Text auf, Nachrichten sind nicht möglich.

Wie nehme ich die Ansage an der Fritzbox per Telefon auf?

Laut einem Ratgeber von GIGA wählen Sie von einem angeschlossenen Telefon die interne Nummer des Anrufbeantworters (dort *600), dann Taste 4 für „Ansagen aufnehmen“, Taste 8 zum Aufnehmen und Taste 1 zum Beenden. Bei neueren Versionen kann das Menü abweichen.

Kann ich statt eines Bandes einen Assistenten rangehen lassen?

Ja. Telofy nimmt den Anruf an, beantwortet Fragen aus Ihrem hinterlegten Wissen und nimmt Nachrichten auf. Die Nummer leiten Sie per Rufumleitung zu Telofy um.

Hören Sie ihn, bevor Sie sich entscheiden.

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